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Geschichte über die OLGA-Tage
24. Juli in Stuttgart


Neben Geburtstag feiern orthodoxe Christen auch den Namenstag, der am Tag des Festes des heiligen Namenspatrons einer Person begangen wird. So feiert die Russische orthodoxe Kirche das Fest der heiligen und apostelgleichen Großfürstin Olga von Russland (10. Jahrhundert) am 24. Juli...


Festakt bei Einweihung vom Katharinen-Denkmal

Der Catharina Pawlowna, Königin von Württemberg, Großfürstin von Russland, geboren 21. Mai 1788 in Zaraskoje Selo, gestorben 9. Januar 1819 in Stuttgart , wurde jüngst im Hohenheimer Schlosspark in Stuttgart ein Denkmal gesetzt...
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Festakt bei Einweihung vom Katharinen-Denkmal



Text/Fotos: Joachim Hempel / JoPress-Stuttgart


Der Catharina Pawlowna, Königin von Württemberg, Großfürstin von Russland, geboren 21. Mai 1788 in Zaraskoje Selo, gestorben 9. Januar 1819 in Stuttgart, wurde jüngst im Hohenheimer Schlosspark in Stuttgart ein Denkmal gesetzt. Es ist das erste, das der tatkräftigen, segensreichen Landesmutter errichtet wurde. Sie regierte an der Seite ihres Mannes, König Wilhelm I., im Königreich Württemberg vom Jahr 1816 bis zu ihrem frühen Tod 1819 mit. Das Denkmal stammt von Markus Wolf, dem Bildhauer aus Stuttgart-Plieningen, der es in enger Abstimmung mit namhaften Vertretern eines Denkmal-Komitees entworfen hat. Markus Wolf ist europaweit unter anderem für seine Staufer-Stelen bekannt ist. Enthüllt wurde es im Beisein zahlreicher Vertreter des Öffentlichen Lebens, von Kirchen, Verbänden und Institutionen des In- und Auslands - allen voran Herzog Carl von Württemberg.
Im Rahmen eines würdigen Festaktes erhielt die bisher "denkmallose Landesmutter" zu ihrem 220. Geburtstag nun die ihr längst zustehende Würdigung. Veranlasst hatten dies eine Reihe namhafter Stuttgarter Bürger sowie die BW Bank. Sie schlossen sich auf Anregung des Landeshistorikers Dr. Gerhard Raff zu einem Netzwerk, einem Denkmals-Komitee, zusammen, um Königin Katharina die ihr zustehende Ehre zuteil werden zu lassen. "Dieses Geschenk zum 220. Geburtstag ist längst überfällig. Wenn jemand im Lande ein Denkmal verdient hat, dann Königin Katharina", so Gerhard Raff, der intime Kenner der Geschichte des Hauses ü?rttemberg.


Ute Mackenstedt, Prorektorin der Uni Hohenheim, eröffnete die Feierstunde. Ein Festvortrag von Dr. Susanne Dieterich, der promovierten Slawistin und Geschäftsführerin vom Initiativkreis Stuttgarter Stiftungen, schloss sich an. Das Wirken "dieser bezaubernden Frau", der Königin Katharina von Württemberg, einer geborenen Jekaterina Pawlowna Romanowa aus dem Hause Romanow-Holstein-Gottrop, sei ein Synonym für moderne Bildungspolitik. Außerdem habe man sie fast schon als "Mutter der Armen" verehrt. Dabei sei es ihr auch darum gegangen, die Würde der Untertanen zu wahren und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln. "Von Arbeit, Schwangerschaft, von einer Sepsis und der Verzweiflung über die Untreue ihres Gatten gezeichnet", so die Referentin weiter, verstarb die "Landesmutter" dann überraschend und wurde in der Grabkapelle auf dem Rotenberg begraben.

Königin Katharina gründete vor 190 Jahren die Spar-Casse als Urform der heute noch existierenden Baden-Württembergischen Landesbank, wie deren Vorstandsvorsitzender Joachim E. Schielke von der BW-Bank erinnerte. Sein Haus sei stolz, dieses Vorhaben unterstützen zu können.

Herzog Carl von Württemberg erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Königin "nur kurze Zeit vergönnt" blieb. Dennoch wurde sie schnell zu einer "idealisierte Monarchin". Sie hatte ihre eigenen Interessen mit denen des Volkes gegen die damals herrschende Not (erfolgreich) verbunden und organisierte zum Beispiel Lebensmittel-Hilfslieferungen aus Russland. Königin Katharina gedachte mittels organisatorischer Neuerungen, die Entwicklung des Königreichs voran zu bringen.

Anschließend wurde der Obelisk nach dem Absingen aller Strophen der "inoffiziellen Hymne Württembergs", der von Justinus Kerner im Jahr 1818 verfassten Ballade "Der reichste Fürst", im Beisein der Besucher feierlich von Carl Herzog von Württemberg, Rektor Prof. Hans-Peter Liebig und Markus Wolf enthüllt. Der Erlös der gesamten Veranstaltung fließt an die Kinderkrebsklinik St. Petersburg und somit in die Geburtsstadt der Königin.


Text/Fotos: Joachim Hempel / JoPress-Stuttgart


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