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© "Königin - Olga-Tage" 2010 in Baden-Württemberg
Verehrter Herr Generalkonsul,
Sehr geehrte Damen und Herren,
bitte erlauben Sie mir, Sie im Namen der russ. Kirchengemeinde herzlich zu begrüßen. Zum dritten Mal schon begehen wir dieses Jahr das Gedenken der russischen Prinzessin und württembergischen Königin Olga Nikolaewna an ihrem Namenstag. Es ist entscheidend für die Gegenwart und die Zukunft, Dankbarkeit zu pflegen gegenüber der Vergangenheit, in dem das Gedenken jener Personen hoch gehalten wird, die die geistigen Früchte vorbereitet haben, von denen wir uns heute ernähren. Das Vergessen hervorragender Beispiele der Vergangenheit infolge des Trubels des Alltags bewirkt nämlich, dass sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft verflacht und hohl wird.
Und so möchte ich in Dankbarkeit der Königin Olga Nikolaewna gedenken, die unter anderem ein hervorragendes Symbol für die fruchtbare Begegnung zwischen Russland und Deutschland, ihren Kulturen, ihren wirtschaftlichen und politischen Systemen, ihren Volkscharakteren darstellt.
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Ende der 80er Jahre kamen nach Deutschland etwa 3,5 Mln. Russisch sprechende Menschen. Allein in Stuttgart und Umgebung leben etwa 20 Tausend Menschen aus den Republiken der ehem. Sowjetunion. In Anbetracht der rasant wachsenden geopolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland, ist das eine wunderbare Möglichkeit für Deutsche, Russen kennen zu lernen. Diesem Kennen lernen möchten wir mit unserem Königin-Olga-Fest Vorschub leisten. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Russen auf dem württembergischen Boden keine Fremde sind, sondern dank ihrer unterschiedlichen Mentalität eine Bereicherung darstellen.
Auch für diejenigen Russen, die in den letzten Jahren eingewandert sind, spielt die Erkenntnis eine wichtige integrative Rolle, dass sie gewissermaßen nicht in ein fremdes Land gekommen sind, sondern auf den Boden, der schon reichlich durch ihre Landsleute vorbereitet war.
Heute leben wir in einer spannenden Zeit, in der unsere beiden Länder ihre ein ganzes Jahrhundert dauernde Feindseligkeit überwinden und zu den fruchtbaren Verhältnissen zurückkehren, die vor den großen Kriegen des 20. Jahrhunderts herrschten. Für diese Dynamik möchten wir unseren bescheidenen Beitrag leisten.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denjenigen bedanken, die diesen Tag ermöglicht haben. In erster Linie beim Landesmuseum, durch dessen Unterstützung und in dessen vornehmen und angenehmen Räumen wir das heutige Fest begehen dürfen. Ferner möchte ich sowohl dem Generalkonsul der RF Herrn Lipaev danken für die Zeit, die er sich genommen hat, um hierher zu kommen, um unser Vorhaben zu unterstützen. Unserem wichtigsten Partner von der ersten Stunde an, der Fördergesellschaft Unsere Neuen Zeiten e. V. und persönlich ihrem Vorsitzenden Herrn Alexander Reichrudel gilt mein spezieller Dank. Auch geht mein großes Dankeschön an das Honorarkonsulat der RF und persönlich an Herrn Dr. Klaus Mangold, der uns all die Jahre begleitet und unterstützt hat. Ferner möchte ich mich bei den Sängern und Musikern bedanken, die das Totengedenken begleitet und das heutige Konzert gestaltet haben. Ohne Ihr Engagement wäre dieses Fest nicht möglich. Ein herzlicher Dank an alle Helfer, die dafür gesorgt haben, dass dieses Fest gelingen sollte.
Ihnen allen viel Vergnügen beim Konzert.
Erstpriester Ilya Limbeger
Fotos Alexander Reichrudel
Gefördert von Hernn Honorarkonsul der Russischen Föderation Dr. Prof.
Klaus Mangold
Mit freundliche Unterstützung
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